Zwei Mädchen und ein Zelt

Ja. Ich habe es getan. Ich war zelten. Zwar nicht wirklich zum ersten Mal (das eine Mal mit meinem Exmann vor 14 Jahren ist mittlerweile verjährt, wie ich finde) aber dennoch als absoluter Neuling. Ich. war. zelten! Wer mich kennt, wird sich jetzt vermutlich ungläubig fragen „DIE und camping? Bitch, please, das kann doch nur ’n Scherz sein!?“ Nein, ist es nicht, ist tatsächlich so passiert. Enjoy the simple life! Und das meine ich wirklich wörtlich. Glück kann so einfach sein.

Zeltplatz und Platzregen

Holtzi und ich haben uns neulich für drei Tage nach Norden-Norddeich verzogen, in das wunderschöne und wirklich gut ausgestattete Nordsee Camp, direkt am Deich. Ich kaufte uns ein schönes und qualitativ mega hochwertiges Wurfzelt der Marke Quechua (ziemlich genau dieses hier), welches den Hagel- und Regenschauern absolut stand- und dichthielt, eine Luftmatratze, sehr viele 5-Minuten-Terrinen und los ging’s.

Die Anreise – und vor allem das Einchecken – gestaltete sich genau wie die Buchung im Camp: Absolut unkompliziert, mit nordischer Freundlichkeit („Moin!“) und sehr zügig. Zuhause: Buchungsanfrage ausgefüllt, abgeschickt, drei Stunden später die Buchungsbestätigung per Mail bekommen. Vor Ort: Hingefahren, Buchungsbestätigung gezeigt, die Anweisung „Ihr dürft euch eine Zeltwiese aussuchen“, >zack< fertig. Da wir mit dem Auto – im Folgenden Shinji genannt – anreisten, wurde uns lediglich der Zeltplatzbereich mit PKW-Abstellplatz zugewiesen. (Es gibt nämlich auch noch ein Areal, das nur für Camper ohne Fahrzeug reserviert ist. Für die Fahrradfahrer und Bahnreiser.)

Außerdem bietet das Camp noch Platz für die Wohnmobil-Fraktion, Stellplätze für Dauercamper, die Nordsee-Wellen – kleine, einfache aber urgemütliche Häuschen zum Mieten sowie die ganzjährig buchbaren und sehr komfortablen Chalets, die dem Glamping an der Nordsee die Krone aufsetzen.

Die Platzanlage ist riesig, sämtliche Plätze sind mit einem 16-Ampere-Stromanschluss versehen (Starkstrom Adapter 16 A 3-polig und ein LAAAAAANGES Verlängerungskabel nicht vergessen! Ich spreche aus Erfahrung), die Sanitäranlagen sind 1a-topgepflegt und sehr geräumig und der platzeigene Supermarkt bietet alles was das Herz begehrt, wie zum Beispiel an sieben Tagen in der Woche jeden Morgen frische Brötchen (und diese wahnsinnig leckeren Oreo-Donuts!!). Außerdem gibt es eine kleine Küche mit Herdplatten, Spülbecken und einem Geschirrspüler sowie einen „Waschsalon“ mit Waschmaschinen und Trocknern. Zusätzlich hat man die Möglichkeit in diversen Gefriertruhen seine Kühlpads einzufrieren. Die Rezeption ist durchgehend besetzt, ab 22 Uhr zieht ein Wachdienst seine Runden. Und selbst Schietwetter ist auf dem Platz kein Problem: Das Wasser des nicht gerade unerheblichen Niederschlags während unserer Besuchszeit, lief problemlos ab, nur ganz vereinzelt waren auf den Gehwegen Mini-Pfützen zu sehen.

Idylle in Hülle und Fülle

Der Ortskern ist durch einen Marsch über den Deich in 15 Minuten zu erreichen – die Aussicht – besonders am Abend – allerdings durch nichts!

Fazit: Wir kommen wieder. Sehr bald. Mit Shinji, unserem Zelt Winterfell und einem Verlängerungskabel.

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