Empathie statt Eislauf-Mütter

Ich bin ja manchmal ein Naivchen. Ich glaube immer an das Gute im Menschen und habe darum eine katastrophale Menschenkenntnis. Oder ich denke mir: „Joar, so ab 14 Uhr keine Kohlenhydrate mehr essen müsste reichen, um etwas abzunehmen ( – und denke dann auch in diesen Momenten wirklich, ich würde das durchhalten. Pahahahaha!). Und kürzlich erst fand ich: Mann, so bloggen hat ja Style und ist echt cool und ein super Ventil für mich. Stimmt ja auch im Großen und Ganzen. Aber bloggen ist auch Arroganz, Missgunst – und innerer Stress. Ein Klassentreffen von Eiskunstlauf-Müttern (und -Vätern), sozusagen.

 

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Zu müde für Chaos

An Tagen wie heute, fallen mir die einfachsten Sachen wahnsinnig schwer. Aufstehen zum Beispiel. Oder atmen. Zähneputzen? Waschen? Absolute Fehlanzeige. Drauf geschissen. Ich bin sogar zu schwach, um aufs Klo zu gehen. Am liebsten würde ich in die Hose machen, aber das würde mein schönes Sofa ruinieren und für ein Neues habe ich kein Geld. Das alles – und noch viel mehr – nervt mich jetzt in diesem Moment zu Tode. „Zu müde für Chaos“ weiterlesen

Ach, das ist nur ’ne Phase…

Was bei Kleinkindern und Teenagern oft gesagt wird, wenn sie mal wieder schwierig sind, gilt bei mir eigentlich als Dauerbeschreibung. Also, sowohl, dass ich schwierig bin, als auch, dass „es“ nur eine Phase ist. Dabei kann „es“ durch beliebige Dinge ersetzt werden.  „Ach, das ist nur ’ne Phase…“ weiterlesen

Unsere Angst bekommt ihr nicht!

In genau fünf Tagen fahren meine Tochter und ich nach London. Für einen Tag. Freitag-Nacht hin, Samstag-Nacht zurück. Dieser Trip ist seit langem geplant, er war es bereits vor dem ersten Anschlag im März. Schon damals habe ich gesagt: Wir fahren. Wir fahren auf jeden Fall, denn ich werde es nicht zulassen, dass diese fehlgeleiteten Fundamentalisten bekommen, was sie wollen. Meine Angst.

Oder die Angst meiner Familie. Und auch werden sie nicht meinen Verzicht – oder den meiner Tochter – bekommen, hinaus zu gehen in die Welt. Sie zu bereisen und zu erfahren, sie zu erleben und zu bestaunen. Diese vielen wunderschönen Dinge, die unsere Welt zu bieten hat.

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Stigmatisierung, Simulationsvorwürfe und Selbsterkenntnis

Früher, nä, früher war alles anders. Da bin ich stundenlang shoppen gegangen, habe mich mit Freunden getroffen und in nicht enden wollenden Nächten die Sau raus gelassen. Ich war ab mittags im Stadion und habe bis in die frühen Morgenstunden meinen BVB gefeiert. Egal, ob Sieg oder Niederlage. Ich hatte einen freiberuflichen Vollzeitjob als Werbetexterin und Journalistin, ein sehr ausgefülltes Sozialleben, war Mutter, Tochter, Freundin, Geliebte, Spaßvogel, Entertainerin, Gastgeberin und immer diejenige, die am besten angezogen war. Also, finde ich jedenfalls.

 

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All night long…

Hallo, mein Name ist Mimi, und ich bin süchtig! <Hallo Mimi!> Ich gebe meinen letzten Pfennig, mein letztes Hemd, mein letztes Stückchen Pizza mit Spinat, doppelt Knoblauch und dreifach Käse für den exessiven Konsum von Serien. Tagelang. Nächtelang! Diese Sucht bringt mir viele Namen ein: Mimigard von Bingen, Binge-Inge, Serienjunkie… und das sind noch die netten Dinge. Meine Bereitschaft zur Beschaffungskriminalität ist relativ hoch, denn ich kann mir nämlich keine Luxus-Dealer wie etwa diverse teure Bezahlsender leisten und muss anders an neue Folgen kommen. Derzeit würde ich meine Omma für die neue Staffel „Game of Thrones“ verkaufen. Oder auf günstigere Händler meiner Drogen umsteigen.  „All night long…“ weiterlesen

Die absolute Härte, sind volle, lange Bärte!

Nachdem ich euch ja nun in meinem ersten Post mit einem kleinen Seelenstrip willkommen geheißen habe, möchte ich mich hier und heute mit einer noch viel wichtigeren Frage zum Thema Liebe beschäftigen:

Bart oder nicht Bart? Wie viel Bart ist überhaupt Bart? Lieber eine babypopoeske untere Gesichtshälfte, eine fein moustachierte Oberlippe oder so viel Wolle im Gesicht, das Ragnar Lothbrok vor Neid erblassen würde? Und: ist eine Mann ganz „oben ohne“ überhaupt ein Mann? „Die absolute Härte, sind volle, lange Bärte!“ weiterlesen

Wann ist Zeit für neue Zeiten?

Kennt ihr das? Ihr habt die Liebe eures Lebens gefunden – nur leider liebt diese euch nicht zurück. Und ihr braucht sehr, sehr, sehr lange, um das erstens zu begreifen, zweitens zu akzeptieren und drittens euch frei zu machen für etwas Neues. Für die Punkte eins und zwei habe ich ganze neun Jahre gebraucht. Bei Punkt drei bin ich mir noch immer nicht sicher.

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