Sechs Dinge, an denen du erkennst, dass du mit einem Teenager zusammenwohnst

Gerade noch war sie mein kleines Baby. Jetzt ist Holtzy ganze ACHT Zentimeter größer als ich, ihr Alter ist seit drei Jahren zweistellig und gefühlt ist sie so gut wie aus dem Haus. Wie ich mich dabei fühle? Zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust. Denn zum Einen ist er einfach viel zu schnell gegangen, dieser ganze Wachsen- und Entwickeln-Kram. Ich trauere ein bisschen der sabbernden Pummelfee hinterher, die Holtzy einst war. Den kleinen Specki-Fingern und -Füßchen, dem kleinen Köpfchen, dass auf meiner Brust vertrauensvoll in den Schlaf fand. In jeder Situation. Ob im Krankenhaus oder zu Hause. Dem kleinen Mädchen, von dem ich erst dachte, es würde nie anfangen zu sprechen und von dem ich mir zwei Monate später wünschte, es würde endlich die Klappe halten.

Und auf der anderen Seite bin ich so wahnsinnig stolz, zu was für einer wunderschönen, klugen, gütigen und freundlichen (mit Einschränkungen, siehe unten) jungen Frau sie herangewachsen ist. Allerdings… gibt es natürlich da auch dieses Teenager-Ding, dass man in jeder guten Familie findet. Wie sich das bei uns offenbart, davon möget ihr hier lesen.

Sechs Dinge, an denen ICH bemerkte, dass ich endgültig mit einem Teenager zusammenlebe

  1. Ich nannte Holtzy die Überschrift und sie sagte: Sechs (sprich: Sex) *tsihihihihihih*
  2. Wenn ich die Tür zum Zimmer meiner Tochter aufmache, habe ich immer Angst, dass mir irgendetwas entgegen gelaufen kommt. Selbst dann, wenn sie gerade Papa-Woche hat.
  3. Dieses Kind kann im Dunklen seine Kopfhörer-Kabel entwirren. Mit geschlossenen Augen. Ohne Hände. Wenn es aber darum geht, dreckige Wäsche auszusortieren und ins Bad zu bringen, damit ICH sie waschen kann: „Ich weiß nicht, wie das geht!“
  4. Wenn ich nach Hause komme, werde ich nicht von meiner Tochter freudestrahlend begrüßt, sondern irgendeine YouTuberin schreit mich an mit den Worten: „Hallo, ihr Lieben, heute zeige ich euch…(hier bitte jedwede Art von Beauty-Produkten oder Süßigkeiten, Zickenkriegs-Bewältigungs-Strategien oder die besten – wahlweise schlechtesten – Anmachsprüche einfügen)!“
  5. Ganz entgegen der Theorie von Douglas Adams, ist die Antwort auf alle Fragen nicht 42 sondern: „Orr, ey, chill‘ !!!“
  6. Das wichtigste im Leben bin nicht mehr ich. Das wichtigste im Leben sind Holtzys Freunde und ihr Handy. Und wisst ihr was? Das ist auch gut so. (Zumindest die Sache mit den Freunden. Wobei ich es immer noch sehr befremdlich finde, dass sie und ihre BFF sich so Sachen sagen wie: „Na, du Schlampe, muss ich heute wieder deine hässliche Fresse ertragen?“ „Jo, Bitch, dafür bist du dumm wie n Stück Scheiße!“ „Ich hasse dich!“ „Ich hasse dich mehr!“ Awwwwww, grinsen, umarmen*KüsschenKüsschen*. Aber das ist eine andere Geschichte.)

5 Kommentare zu „Sechs Dinge, an denen du erkennst, dass du mit einem Teenager zusammenwohnst

  1. Hahaha! Das ist klasse! Besonders „Boah, ey, chill!“ 😀 Bei mir mussten sich meinen Eltern auch immer in acht nehmen, dass ihnen nicht die Pizza von vor 3 Wochen entgegenkommt.
    Oh je, mir grault´s schon……..

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